Profilstarke Hochschule auf zwei Campus

Seit 190 Jahren ist der Standort Eberswalde der nachhaltigen Lehre und Forschung verpflichtet: Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurde 1830 als Höhere Forstlehranstalt gegründet. Seit der Wiederaufnahme des Studienbetriebs 1992 am traditionellen Forst- und Holzforschungsstandort vor den Toren Berlins setzt die Hochschule auf Zukunftsbranchen und Schlüsselbereiche wie Naturschutz, Forstwirtschaft, Ökolandbau, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Wirtschaft, Holzbau und nachhaltiges Tourismusmanagement.

Die HNEE ist mit etwa 2.100 Studierenden und 61 Professorinnen und Professoren die kleinste Hochschule in Brandenburg. Die aktuell 18 innovativen und mitunter einzigartigen Studiengänge an den vier Fachbereichen Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen sowie Nachhaltige Wirtschaft besitzen ein sehr eigenständiges, der nachhaltigen Entwicklung und der dazu erforderlichen gesellschaftlichen Transformation verpflichtetes Profil und sind zum Teil deutschlandweit einzigartig. Nachhaltige Entwicklung bildet die Handlungsmaxime und wird konsequent in allen Bereichen der Hochschule – in Lehre, Forschung, Betrieb und Transfer – umgesetzt und partizipativ weiterentwickelt.

Gemeinsam für eine nachhaltige und vielfältige Entwicklung

Wenn man den Begriff Nachhaltigkeit im Namen trägt, muss man auch als Organisation dafür stehen. Denn Nachhaltigkeit findet bei uns nicht nur in Lehre und Forschung ihren Platz, sondern wird auch konsequent im Betrieb der Hochschule, sowie im sozialen Miteinander von Mitarbeiter* innen und Studierenden umgesetzt. So sind wir seit 2009 für unser vorbildliches Umweltmanagement nach dem europäischen Umweltsiegel EMAS validiert. Von der EU-Kommission wurden wir 2010 und 2017, als bisher einzige deutsche Hochschule, mit dem EMAS-Award in der Kategorie „kleine Organisationen der öffentlichen Verwaltung“ ausgezeichnet – ein Riesenerfolg.

Die Grundsätze zur nachhaltigen Entwicklung sind vom Runden Tisch zur nachhaltigen HNEE-Entwicklung – einer hochschulweiten, selbstorganisierten Initiative, die eng mit den Hochschulgremien zusammenarbeitet. Durch unser Handeln möchten wir als Vorbild wirken und unsere Erfahrungen und unser Wissen auch mit Partner*innen weiterentwickeln und nach außen tragen. Dem Ziel einer „klimafreundlichen Hochschule“ verschrieben, sind wir seit 2014 klimaneutral. Im Oktober 2014 unterzeichneten wir einen Kooperationsvertrag mit dem Ivakale e. V. – der übrigens von HNEE Alumni gegründet wurde – zur Kompensation unvermeidlicher CO2-Emissionen in einem Lehmherdeprojekt in Kenia. Seit dem 1. März 2018 ist das Kompensationsprojekt zertifiziertes Goldstandard-Klimaschutzprojekt. Das Projekt wird intensiv in die Lehre und Forschung an der HNEE integriert.

Aber auch vor Ort bewirken wir etwas. Mit der Einführung des klimaneutralen Semestertickets im September 2017 haben wir alle Partnern aus dem Öffentlichen Personennahverkehr in Berlin und Brandenburg dazu motiviert einen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität zu leisten. In Eberswalde haben wir zusammen mit dem Hebewerk e.V. ein Mehrwegbecher-Pfandsystem eingeführt, der den Verbrauch an Einwegkaffeebechern in unseren beiden Mensen und lokalen Cafés deutlich verringern soll.

Das im Januar 2020 gegründete Forschungszentrum „Nachhaltigkeit – Transformation – Transfer“, unter der Leitung von Prof. Dr. Benjamin Nölting, beschäftigt sich mit Fragestellungen des Nachhaltigkeitstransfers bis hin zur Nachhaltigkeitstransformation auf verschiedenen Ebenen. Diese sollen erforscht und auch über geeignete (Bildungs-) Formate zugänglich gemacht werden.

 

Erfolgreiche Forschung

Die HNEE zeichnet sich durch eine enge Forschungskooperation mit vielfältigsten Partner*innen sowie ein hohes Drittmittelaufkommen im Bereich der angewandten Forschung aus. Mit 8,1 Millionen Euro zählt sie bei der Einwerbung von Drittmitteln (Stand 2019) zur zweitstärksten Fachhochschule in Brandenburg. Das Forschungsprofil der HNEE ist durch drei Forschungsschwerpunkte gekennzeichnet:

1) Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes
2) Nachhaltige Produktion und Nutzung von Naturstoffen
3) Nachhaltiges Management begrenzter Ressourcen

Zahlen und Daten im Überblick

(2018 / 2019)

Anzahl Studierende gesamt: 2.104 / 2.197
davon weiblich: 1.032 / 1.100
davon männlich: 1.072 / 1.097

Ausländische Studierende: 158 / 170
davon weiblich: 87 / 85
davon männlich: 71 / 85 

Studierende nach Fachbereichen: 2.104 / 2.197
Wald und Umwelt: 581 / 604
Landschaftsnutzung und Naturschutz: 636 / 658
Holzingenieurwesen: 293 / 300
Nachhaltige Wirtschaft: 594 / 635

Absolvent*innen: 423 / 393
Bachelor: 227 / 215
Master: 195 / 178
Diplom: 1 / 0

Haushalt in Mio. €: 24,5 / 23,4
Haushalt insgesamt: 15,3 / 15,3
Drittmittel: 9,1 / 8,1

Personal: 316 / 358
davon Professuren: 60 / 66

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