Landschaftsnutzung und Naturschutz

Eine dauerhaft umweltverträgliche Entwicklung der Landnutzung gehört zu den vordringlichen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Für unsere Landschaften ist ein differenziertes, zukunftsfähiges Nutzungsmanagement, im lokalen Kontext eingebettet, in einen globalen Rahmen erforderlich. Die Bewältigung der daran geknüpften Herausforderungen erfordert interdisziplinär und praxisnah ausgebildete Fachleute. Gebraucht werden engagierte Expert*innen, die in der Lage sind, die Landschaft als Ganzes zu erfassen, zu bewerten und damit für den Erhalt ihrer Funktionstüchtigkeit und nachhaltigen Nutzbarkeit zu sorgen. Wir haben uns diesem Auftrag gestellt und sind mit dem Studiengang seit 1993 in Deutschland zum Vorreiter für ein entsprechendes Ausbildungsprofil geworden.

Studienverlauf

Während des Studiums erwerben Sie theoretische und praktische Kenntnisse auf dem Gebiet der Landnutzung, des Naturschutzmanagements und der Umweltbildung.
Dazu gehören u.a.:
– Artenkenntnisse der einheimischen Flora und Fauna
– Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Landschaftsgenese, Bodenkunde, Hydrologie und Klimakunde
– Fähigkeiten zur umfassenden Landschaftsanalyse einschließlich Konfliktanalyse sowie zur Erarbeitung von Landschaftspflege- und Sanierungskonzepten
– Kenntnisse der Grundlagen des Natur- und Ressourcenschutzes und deren praktischer Umsetzung
– Kenntnisse zur Arbeit mit Karten, Luftbildern, Datenbanken und Geoinformationssystemen
– Grundkenntnisse über Landnutzungsformen in Land- und Forstwirtschaft, Gewässernutzung, Tourismus
– Fähigkeiten zur Anwendung von Umwelt-, Naturschutz- und Verwaltungsrecht einschließlich UVP-Gesetz
– Grundlagen der Raum- und Landschaftsplanung
– Grundkenntnisse der Betriebs- und Volkswirtschaft
Es besteht die Möglichkeit einer Vertiefung in der Fachrichtung Schutzgebietsbetreuung. In verschiedenen Modulen lernen sie das Berufsbild »Ranger« näher kennen, erwerben Kompetenzen, die im Berufsalltag gefragt sind und sammeln praktische Erfahrungen durch das Pflichtpraktikum, das bei einer Naturwacht im In- oder Ausland zu absolvieren ist.

Wenn Sie sich exemplarisch einen Eindruck von Studieninhalten dieses Fachs machen wollen, können Sie sich unter folgenden Links Videos zu den Modulen Agroforst, Geländearbeit, Kulturlandschaft, Labor und Zoologie ansehen.

Des Weiteren finden Sie aktuelle Themen rund ums Studium, Campusleben sowie Wissenschaft und Forschung auf dem Blog des Fachbereichs Landschaftsnutzung und Naturschutz: Ackerdemiker.in

Perspektiven

Als Absolvent*in können Sie in Umweltbehörden arbeiten, Planungs-, Beratungs- und Gutachterbüros unterstützen oder bei Umweltbildungseinrichtungen im In- und Ausland tätig werden. Zu empfehlen ist ein Vorpraktikum im Naturschutz, im Spektrum der Landschaftsnutzungen oder in der Umweltbildung.

Alumni

Möchten Sie gerne wissen, was unsere Alumni nach einem Studium im Bereich „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ beruflich machen? Dann haben wir hier ein paar interessante Beispiele für Sie zusammengetragen.

Carolin Priefert

Ich habe bis 2013 Landschaftsnutzung und Naturschutz studiert. Für mich waren die großen Vorteile des Studiums die vielseitigen Einblicke in verschiedene Themenkomplexe – angefangen von Grundkenntnissen zu Land/ Forstwirtschaft, Flora/ Fauna über rechtliche Fragestellungen im Naturschutz bis hin zu touristischen und planerischen Aspekten. Auch wenn man sich auf einen oder mehrere Bereiche spezialisiert, ist der Blick und das Verständnis für die anderen Belange enorm wichtig und sollte stets berücksichtigt werden.

Dass sich die HNEE mit der Region identifiziert und hier auch stets Anknüpfungspunkte und Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung und Mitgestaltung sucht, finde ich immer noch sehr gut. Man hat im und neben dem Studium viele Möglichkeiten sich ganz individuell einzubringen.

Ich habe nach dem Studium ein Jahr in einem Planungsbüro gearbeitet und bin jetzt Mitarbeiterin beim Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide und beim Deutschen Verband für Landschaftspflege. Die Mitarbeit im Planungsbüro wurde mir durch Empfehlung einer Dozentin ermöglicht, wodurch ich zu den Bewerbungsgesprächen eingeladen wurde. Beim Landschaftspflegeverband habe ich mich klassisch auf eine Stellenanzeige beworben. Davor hatte ich mich jeweils bei einer weiteren Stelle mit teilweise ähnlichen Tätigkeitsfeldern beworben.
Die Aufgaben im Landschaftspflegeverband sind wahnsinnig vielseitig. Von der Planung und Umsetzung von Projekten klassischer Landschaftspflegeaufgaben wie die Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Kopfweidenpflege, Pflege von Feuchtwiesen und Trockenrasen u.v.m. bis über praktischen Artenschutz, z.B. Kartierung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen für gefährdete Vogelarten, aber auch Projektmittelverwaltung sind meine Hauptaufgaben in unserer Verbandsregion Uckermark-Schorfheide. Daneben bin ich für den Deutschen Verband für Landschaftspflege für ein Projekt unterwegs, in dem wir durch Beratung, Vernetzung und Workshops mehr Moorschutzmaßnahmen in Brandenburg umsetzen wollen.

Gerade dazu hat mich die HNEE mit den Kursen zu Moorböden und dem Management sehr gut vorbereitet. Auch wenn jedes Projekt anders und in der Praxis oft viel diverser ist, haben mir die Studienfächer zu den verschiedenen Ökosystemen sowie die Anforderungen gefährdeter Arten und Biotope (Projektplanung, Biotopkartierung, Zoologie/ Pflanzenkunde) wichtiges Fachwissen vermittelt. Gerade im Bereich Planung hat man erste Kontakte zu Behörden und Flächeneigentümern und bekommt erste Einblicke, worauf es in der Umsetzung von Maßnahmen dann wirklich ankommt.

Neben Fachwissen zu Management, Biotopen, Kulturlandschaft etc. ist vor allem auch wichtig zu wissen welche Herausforderungen es in der Vereinsarbeit gibt. Sich aktiv in einem Verein, egal ob kulturell, politisch, sportlich oder im Naturschutz o.a. einzubringen, ist dafür eine gute Chance, zu sehen welche Potenziale und welche Finanzierungsquellen gibt es z.B. für eigene Projekte. Man kann ja auch bereits im Kleinen mit eigenen Ideen anfangen und versuchen mit verschiedenen Akteuren tolle Dinge umzusetzen. Das ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung, wenn man auch einmal etwas größere Projekte angehen will.“

Ninett Hirsch und Florian Grübler

Ninett und Florian erzählen Ihnen von ihren Erfahrungen in dem folgenden Video.

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Elisa Igersheim

Elisa erzählt Ihnen von ihren Erfahrungen in dem folgenden Video.

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Konstantin Schroth

Konstantin erzählt Ihnen von seinen Erfahrungen in dem folgenden Video.

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Adrian

Adrian erzählt Ihnen von seinen Erfahrungen in dem folgenden Video.

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Übersicht

Bachelorstudiengang

Fachbereich

Landschaftsnutzung und Naturschutz

Abschluss

Bachelor of Science

Regelstudienzeit

sechs Semester

Zulassung

  • zulassungsbeschränkt
  • Abitur
  • Fachhochschulreife oder berufliche Qualifikation nach § 9 BbgHG

Ansprechpartner*in

Dr. Jens Möller

03334 657-305
Jens.Moeller@hnee.de

Mehr lesen

https://hnee.de/lanu

Vorstellung des Studiengangs

Landschaftsnutzung und Naturschutz Mediathek

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